


KABARETTKANAL:
"SWITCHED-ON KABARETT I -Abendmahl im Spiegelsaal-" (Ausschnitte aus der Liveaufzeichnung vom 25. Febaruar 2011 aus dem Hotel "Schwarzr Bär")
Viel wurde in den letzten Wochen gerätselt, ob das klappen kann: Literarisches Kabarett und Elektromusik miteinander zu verbinden. Nach drei erfolgreichen Live-Testvorstellungen in Schöten, bei Saalfeld und in Eisenberg war nun am Freitag die Premiere im Hotel "Schwarzer Bär" und Rainer Sauer präsentierte den zahlreichen Gästen dort neue Texte und neue Elektromusik, darunter seine Version der "Erlkönigs".



Zum 9. Todestag con Oskar Sala:
"Im Gespräch mit Oskar Sala" (ca. 60 Minuten)
Der am 18. Juli 1910 in Greiz geborene Oskar Sala war einer der Musikpioniere des 20. Jahrhunderts. Am Anfang sah es nach einer Karriere Salas als Pianist aus. Das Musikstudium, welches er nach dem Abitur 1929 in Berlin aufnahm, führte zu einer Wende seiner Laufbahn - und der elektronischen Musik.
Paul Hindemith, Salas Lehrer in Kompositionslehre an der Berliner Musikhochschule, machte seinen Schüler 1930 mit dem Ingenieur Friedrich Trautwein bekannt. Gemeinsam entwickelten sie das "Trautonium", eines der ersten elektronischen Instrumente, Parallelentwicklung zum Theremin und Vorläufer des Synthesizers - ein Gerät, mit dem man nicht nur herkömmliche Musikinstrumente nachahmen, sondern Vokale, Tierstimmen und synthetische Klänge (Subharmonische) erzeugen kann. Durch die Spielweise (stufenloses Spiel auf einer bzw. zwei Saite(n)) erlaubte das Trautonium im Gegensatz zu einem Keyboard völlig andere Ausdrucksmöglichkeiten. Da die Tonhöhe durch den physischen Griffpunkt auf der Saite definiert wurde, gab es keine festgelegte Stimmung, und es waren Glissandi möglich.
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Noch bis zu seinem Tode am 27. Februar 2002 arbeitete Sala mit dem "Trautonium" und komponierte darauf viele unterschiedliche Musikwerke, darunter den Soundtrack zum Alfred Hitschcock-Film "Die Vögel".
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Der große CHRIS REA ABEND bei RADIO JENA:
"The Man - The Voice - The Guitar" (ca. 230 Minuten)
Christopher Anton Rea, genannt "Chris", war Gitarrist und Sänger der Band "Magdalene", die 1975 unter dem Namen "The Beautiful Losers" einen Talentwettbewerb gewann, im dem sie ein Jahr zuvor als "Magdalene" noch unplatziert war. Dies brachte der Band einen Plattenvertrag ein, der von der Plattenfirma allerdings niemals realisiert wurde.
Dafür erkannte man Reas Potential als Songwriter und engagierte Elton Johns Hit-Produzenten Gus Dudgeon um ein Solo-Album mi Chris Rea zu produzieren, dass 1978 unter dem Titel "Whatever Happened to Benny Santini?" auf dem Markt kam und Rea konnte sich sofort mit der Single-Auskopplung "Fool (If You Think It's Over)" hoch in den internationalen Charts positionierenund wurde für den Grammy nominiert.
Ab da lief es für den irischen Halb-Italiener wie am Schnürchen, Album folget auf Album, Hit auf Hit. Am bekanntesten sind dabei bis heute die Alben "The Road To Hell", "Auberge" und "On The Beach", dazu auch noch seine Hits "Josephine", "I Can Hear Your Heartbeat", "Let's Dance" und natürlich "Driving Home For Christmas".
Dadurch wurde Rea zu einem der erfolgreichsten britischen Musiker und machte sich auch als Kino- und Fernsehfilmmusikkomponist ein Begriff (u. a. „Basic Instinct“, „Soft Top, Hard Shoulder“, „The Blue Cafe“, „Madhouse“, „Alles Paletti“, „Der Schattenmann“). Nachdem bei ihm im Jahre 2000 Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt wurde, konnte er seine Platten- und Tourneeverträge nicht mehr erfüllen und seine Schallplattenfirma WEA ließ ihn fallen.
In Deutschland unterzog sich Chris Rea mehreren, risikoreichen Operation, bei denen ihm wesentliche Teile des Magens entfernt wurden und schrieb über seine Leidenszeit das Album "Stony Road", das er auf einer neugegründeten eigenen Plattenfirma JAZZEE BLUE veröffentlichte, auf der er auch seine darauffolgenden Alben "The Blue Jukebox", "Blue Street" und "Still So Far To Go" in den Handel brachte. Was niemand erwartete (am wenigsten seine alte Plattenfirma): Chris Rea schaffte ein beachtlichen Comeback mit stark blues-orientierten Musik und seine neu aufgenommenen Kompilationen "Blue Guitars" (im Oktober 2005, 11 CDs und 130 Songs stark, veröffentlicht) und "The Return Of The Hofner Blue Notes" sorgten mit mehr als 1,8 Millionen verkauften Tonträgern für einen unerwarteten Geldsegen.
Vor genau einem Jahr ging Chris Rea zum ersten Mal nach seiner Abschiedstournee im Jahre 2006, wieder als Solo-Künstler auf Tour und startete seine Europatournee in Deutschland. Aus diesem Grund dreht sich bei RADIO JENA einen ganzen Abend lang alles um "The Man - The Voice - The Guitar", wie ihn einst Eric Clapton taufte: Chris Rea. Rainer Sauer erzählt zweieinhalb Stunden lang die Chris Rea-Story, darauf folgt dann ein Chris Rea-Konzertmitschnitt von 2010.
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