ANKÜNDIGUNG! Am 04. August 2012 gibt es "DIE LANGE KLAUS SCHULZE LIVE NACHT"

Klaus Schulze wird am Samstag, den 4. August 2012 fünfundsechzig Jahre alt. Aus diesem Grund sendet ZONO Radio Jena an diesem Abend "DIE LANGE KLAUS SCHULZE LIVE NACHT". Beginnend ab 20.00 Uhr endet sie erst am darauf folgenden Sonntag um 6.00 Uhr.

Klaus Schulze war Ende der 1960er Jahre zunächst Schlagzeuger der Berliner Formation Psy Free, der auch der Gitarrist Alex Conti angehörte. Bekannt wurde er als Schlagzeuger der Gruppe TANGERINE DREAM um Edgar Froese. Inspiriert unter anderem durch die Kompositionen der amerikanischen Minimalisten Steve Reich ("Six Pianos") und Terry Riley ("A Rainbow In Curved Air") und durch klassisch-romantische Musik (u. a. Richard Wagner) machte sich Schulze nach der Gründung der Band ASH RA Tempel (Mitbegründer waren der Gitarrist Manuel Göttsching und der Bassist Hartmut Enke) selbständig und ist seit her - abgesehen von gelegentlichen Ausnahmen - Solokünstler, der mit Hilfe von elektronischem Equipment atmosphärisch-rhythmische Klangwelten erzeugt.

Durch Alben wie "Timewind", "Moondawn" oder "Mirage" wurde er auf der ganzen Welt zu einem der einflussreichsten Wegbereiter der Synthesizermusik der sog. "Berliner Schule" wurde. Kompositionstechnisch eher simpel angelegt, entfaltet seine Musik für seine Fans oft eine klanglisch-hypnotisch Wirkung, die in ihrem künstlerischen Anspruch deutlich über populäre Musik hinaus geht. Sogar die GEMA erkannte dies an und stuft Schulzes Kompositionen seit 1977 in die Sparte "Ernste zeitgenössische Musik" ein (ähnlich den Werken Karlheinz Stockhausens), was eine höhere Vergütung der GEMA-Erlöse mit sich bringt.

Klaus Schulze hat mit seinem Gesamtwerk Anerkennung weit über die Grenzen der Elektromusik-Szene erfahren und einen lang anhaltenden Markterfolg seiner Musik erreicht. Vor allem in Frankreich und Japen wird er von Technikbegeisterten wie Musikschaffenden verehrt; zu Anfang spielte man seine Musik sogar in Museen und bei Kunst-Events. In der internationalen Musikgruppe GO spielte er mehrere Jahre lang zusammen mit Musikgrößen wie Al DiMeola, Stomu Yamashta und Steve Winwood.

Während seiner musikalischen Arbeit bei GO lernte Klaus Schulze Michael Shrieve, zuvor Percussionist bei Santana, kennen und verpflichtete ihn mehrere Jahre lang für seine Musikprojekte. Ebenfalls mehrere Jahre lang arbeite Schulze mit dem Schlagzeuger und Solo-Synthesisten Harald Großkopf, dem Pianisten Rainer Bloss, dem Cellisten Wolfgang Tiepold und/oder der australischen Sängerin und Komponisten Lisa Gerrard (u. a. OST zum Film "Gladiator", für den sie - gemeinsam mit Hans Zimmer - einen Golden Globe erhielt) zusammen.

Schulzes Markenzeichen bei Live-Konzerten ist die "Electronic Wall" hinter seinen Keyboards und Synthesizern. War es früher ein Moog- oder PPG-Modularsystem, so befinden sich in seiner "Wall" heute hauptsächlich Midi-Expander sowie Drum- und Sequencerelemente.

Auch heute noch spielt Klaus Schulze oft live, wenngleich er 2005 und 2006 wegen einer schweren Erkrankung damit pausieren musste.

DAS PROGRAMM DER LANGEN KLAUS SCHULZE LIVE NACHT (Livekonzerte teilweise nicht in voller Länge)

01) Klaus Schulze Liveaufnahme von 1976 (Köln mit Harald Grosskopf/Schlagzeug)
02) Klaus Schulze Liveaufnahme von 1977 (WDR Köln)
03) Klaus Schulze Liveaufnahme von 1979 (Paris)
04) Klaus Schulze Liveaufnahme von 1979 (Amsterdam mit Arthur Brown/Vocals)
05) Klaus Schulze "The Dome Event" von 1993 (Köln)
06) Klaus Schulze "Live@Klangart" von 2001 (Osnabrück mit Wolfgang Tiepold/Cello)
07) Klaus Schulze "Rheingold" von 2008 (Loreley mit Lisa Gerrard/Vocals) = ca. 107 Min
08) Klaus Schulze "Big In Japan" von 2010 (Tokyo)

...zwischen den einzelnen Livekonzertaufnehmen sind verschiedene Interviews mit Klaus Schulze aus den Jahren 1976 bis 2010 zu hören.

RADIO JENA - Das Programm am 06.05.2012

"Sondersendung zum 87. Geburtstag von Hanns Dieter Hüsch"
von 15.00 bis 19.00 Uhr

Genau heute vor 87 Jahren, am 6. Mai 1925, wurde in Moers am Niederrhein einer der größten Kleinkünstler der letzten 100 Jahre geboren: Hanns Dieter Hüsch. Er war literarischer Kabarettist und Liedermacher, Rundfunkmoderator und TV-Synchronsprecher, Schriftsteller und Schauspieler. Mehr als 52 Jahre auf deutschsprachigen Kabarett- und Kleinkunstbühnen aktiv, galt er mit seinen etwa siebzig eigenen Programmen als der produktivste und einer der erfolgreichsten Vertreter des Kabaretts im Deutschland des 20. Jahrhunderts.

Der am 6. Dezember 2005 verstorbene Hüsch hätte heute seinen 87. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass sendet ZONO Radio Jena heute noch einmal die Höhepunkte der "Langen Hagenbuch Nacht" von 2006. Moderator ist Rainer Sauer.

 
“Figurales Radio” live von der Unterbühne des Theaterhauses Jena gibt es anschließend ab 19.00 Uhr bei ZONO Radio Jena und dies ist eine Uraufführung zum Mitmachen im Internet oder im Radio. Nach Bertold Brecht soll der Hörer zum Mitgestalter werden. 40 Zuhörer können vor Ort das Ereignis miterleben. Übrigens gibt es noch Restkarten im Theaterhaus Jena. Alle anderen können über Facebook und Telefon Einfluss auf die Handlung nehmen.

Bürgerradios in Eisenach, Weimar, Nordhausen und anderen Orten übertragen ebenso den live-Stream aus dem Theaterhaus, der vom Bürgerradio OKJ in Jena federführend gesendet wird. Viele Wünsche, Kommentare und eine damit verbundene Interaktion mit den 20 (Mit-)Machern sollen zur Vollendung der Klangskulptur beitragen. Durch den Abend führen Lutz Eggert und Filip Hiemann (Foro Tobias Netzbandt/Jenapolis).Die Kommunikation über das Internet übernimmt Mia Häfer. Und eine Dauerleihgabe steht im Mittelpunkt: Eine Jukebox mit dem klangvollen Kurzwort Polyhymat 80 D - der ersten die in der DDR entwickelt und um 1965 in Erfurt gebaut wurde. Sie diente lange in der Milchbar in Jena der musikalischen Unterhaltung, führte dann aber ein Schattendasein.

Durch den "Jazzclub international" wurde auf diesen Automaten aufmerksam gemacht, und der Jenaer Uwe Ronneberger machte die Rarität wieder spielbereit. Vor den Veranstaltungen kann die Jukebox wieder gehört werden - für 50 Cent, die als Abdeckung der Reparaturkosten in Höhe von 750 Euro dienen. Für die Bestückung werden noch Single-Schallplatten im Format 7'' gesucht, die als Spende beim Theaterhaus abgegeben werden können.

Ab 19.00 Uhr beginnt das mediale Zu-Bett-Bringen der Kinder, und ab 20.00 Uhr wird das interaktive Programm gestartet. Kay Kalytta bringt seinen fliegenden Teppich mit, Barkeeper Danny Müller bietet mit einem akustischen Cocktail Musik zum Trinken an, Qui Gong-Meister Kay Yin wird für eine Meditation sorgen, Medienprofessor Mike Sandbothe wird ein Statement zum Thema “Menschen als Medien, vom Gesichtsbuch zur Körperarbeit” abgeben. Außerdem wird mit “der Welt” telefoniert: Mark Zuckerberg wird per Tracking-und-Tracing-Verfahren aufgespürt und an den Apparat geholt, außerdem wird ein Gespräch “mit dem Morgen” geführt. Nicht zuletzt wird es ein Experiment mit einer Bio-Gurke namens HG-1 geben.

Bis 22.30 Uhr wird die Hauptzeit des gestalterischen Abends geführt – bis Mitternacht kann mitgemacht werden. Mit den beiden Moderatoren Lutz Eggert und Filip Hiemann sprach Tobias Netzbandt für Jenapolis über die Klangskulptur.

Nachtrag: Auf Grund der Thüringenweiter Übertragung fällt unsere Sondersendung zur OB-Stichwahl am heutigen Sonntag leiser aus. Wenn es gar nicht anders geht, dürfen Sie ausnahmsweise (während die Übertragung aus dem Thaterhaus läuft) auch mal das Wahlergebnis ab 18.45 Uhr auf unsererem "Lichtstadt.Netz"-Seite verfolgen.

RADIO JENA - Das Programm am 29.04.2012


Wer ist und was macht eigentlich STEVE HILAGE?

Der britische Musiker, Produzent und Gitarrist Steve Hillage (Foto rechts aus dem Jahre 1977 bei einem Auftritt in Deutschland) war in den 1970er Jahren insbesondere als Gitarrist bei der Band "Gong" und mit Soloalben erfolgreich. In den 1980er Jahren war Hillage überwiegend als Produzent tätig. 1991 gründete er mit seiner langjährigen Lebensgefährtin, der Französin Miquette Giraudy (Gesang, Keyboards, Synthesizer) das Musikprojekt "System 7", das bis heute regelmäßig Alben mit Elektromusik veröffentlicht hat.

Während Hillages Gitarrenspiel zu Zeiten der "Gong"-Ära geprägt war durch Passagen, in denen sein Instrument mittels Echo-Effekten geloopt wurde, während er Solomelodien über die Echo-Loops spielt, waren es bei den Soloalben eher futuristisch-spacige Klänge von Elektromusikinstrumenten, die sein Gitarrenspiel unterstützten. Sein Album "Green" aus dem Jahre 1978 (produziert vom "Pink Floyd"- Drummer Nick Mason / siehe Foto links) gilt als Höhepunkt dieser Schaffensepoche. Im März 1977 zeichnete der WDR in seiner Reihe "Rockpalast" ein Steve-Hillage-Konzert in der Otto-Hahn-Schule in Bensberg bei Köln auf; 1979 erschien auf dem Album "Live Herald" eine Zusammenstellung von Live- und Studio-Aufnahmen, die in unterschiedlichen Besetzungen zwischen 1977 und 1978 entstanden.

In den 1980er Jahren veröffentlichte Hillage nur noch wenig Musik unter eigenem Namen, sondern trat vielmehr als Produzent von Künstlern bzw. Bands wie den "Simple Minds", "Cock Robin", Tony Banks und Robyn Hitchcock in Erscheinung. Aus einem zufälligen Kontakt mit DJ Alex Paterson entwickelte sich eine Zusammenarbeit mit dessen Projekt "The Orb", die Hillage und seine Lebensgefährtin Giraudy (die mit Hillage seit 1975 auch musikalisch zusammenarbeitet / siehe Foto oben aus dem Jahre 2010) auf die Ambient- und Lounge-Musikszene aufmerksam machte.

Daraufhin gründeten beide 1991 das Musikprojekt "System 7" (der Name ist angelehnt an das damals auf Apple-Computern benutzte Betriebssystem), dessen Sound inzwischen eine große Bandbreite zwischen eher seichtem Ambient-Pop bis hin zu Acid House und hartem Detroit-Techno abdeckt. Das 1994er Album "Point 3" von "System 7" (siehe Foto rechts bei einem Liveauftritt) kam gleich in zwei Versionen auf den Markt; der "Fire Album" betitelte Mix war beat-betont und techno-lastig gemischt, während die "Water Album" genannte Ambientversion auf Beats weitgehend verzichtete...ein Trend, dem fortan in der Elektromusik-Szene oft gefolgt wurde.

In "SOUNDS VOM SYNTHESIZER RELOADED" gibt es heute ab 21.00 Uhr drei Stunden lang Musik von Steve Hillage und Miguette Giraudy, u. a. mit rund 90 Minuten aus den Alben "L" (1976), "Green" (1978) und "Live Herald" bzw. "Open" (beide 1979). Beginnen werden wir aber mit 30 Minuten aus dem Livekonzert beim WDR-"Rockpalast" in Bensberg vom 20. März 1977 (inklusive eines grandiosen Solo-Parts und Buddy Hollys "Not Fade Away" zum Schluss) und gegen Ende der drei Stunden gibt es etwa 40 Minuten lang verschiedene Tracks aus den Alben "UP" und "Encantado" des aktuellen Hillage/Giraudy-Projektes "System 7".

Davor gibt es aber um...

SOUNDS VOM SYNTHESIZER

(Ausgabe vom 05.05.1985)


Wiederholungen der Kultradiosendung in der Originalausgabe aus dem Jahre 1985. Programmgestaltung und Moderation: Rainer Sauer. hr3-Redaktion: Jörg Eckrich.
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Hier findet man die Gewinner der Sonderpreise zum "ALBUM OF THE YEAR 2012" (ausgelost unter Ausschluß des Rechtswegs). Die einzelnen Gewinner sind:

1.) "Antimatter" T-Shirt von Bernd Kistenmacher: U

2.) CD-Album-Trilogie von Bernd Kistenmacher "Celestial Movements" / "Beyond The Deep" / "Antimatter" (handsigniert mit Widmung): V


3) "Evolution" T-Shirt # 1: W


4) "Evolution" T-Shirt # 2: X


5) Karte # 1für ein Konzert von "Sankt Otten": Gewinner wurde benachrichtigt!


6) Karte # 2 für ein Konzert von "Sankt Otten": Gewinner wurde benachrichtigt!
Die Gewinner werden per E-Mail informiert, die Preise werden in den nächsten Tagen verschickt.

Vielen Dank für die rege Teilnahme am "ALBUM OF THE YEAR 2012" und viel Spaß mit den Gewinnen sagt Eure "Sounds vom Synthesizer" Redaktion!

RADIO JENA - Das Programm am 22.04.2012

SOUNDS VOM SYNTHESIZER

Ausgabe vom 07.04.1985


SOUNDS VOM SYNTHESIZER

Ausgabe vom 21.04.1985


Von 16.00 bis ca. 18.00 Uhr sowie von 20.00 bis 22.00 Uhr gibt es die Wiederholung von zwei Ausgaben der Kultradiosendung in der Originalausgabe aus dem Jahre 1985. Programmgestaltung und Moderation: Rainer Sauer. hr3-Redaktion: Jörg Eckrich.

In den beiden Sendungen gibt es unter anderem das "TANGERINE DREAM"-Special zu hören, das Rainer Sauer 1985 zum 15. Geburtstag der Elektronikgruppe für "Sounds vom Synthesizer produzierte. Gesprächspartner sind unter anderem Edgar Froese, Klaus Schulze, Christopher Franke und Peter Baumann.

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Ab 18.00 Uhr folgt eine zweistündige "Stadtrat Live"- Sendung aus dem Jenaer Rathaus am historischen Markt. In der Lichtstadt wird heute der Oberbürgermeister neu gewählt. Dem Amtsinhaber stehen zwei Frauen und vier Männer als weitere Kandidaten an der Seite.

Aus ihnen können die wahlberechtigten Jenaer auswählen:

Dr. Albrecht Schröter (SPD), Prof. Dr. Dietmar Schuchardt (CDU), Dr. Gurdrun Lukin (Die Linke.), Denis Peisker (Bündnis 90/GRÜNE), Dr. Andreas Nitzsche (FDP), Heike Seise (Allianz für Bürgerrechte), Andreas Mehlich (parteilos).

Lesen Sie HIER und DORT weitere Informationen zu den einzelnen Kandidaten. Grundsätliche Informationen zur OB-Wahl gibt es HIER zu finden. Oder Sie verfolgen die Auszählung der Stimmen zur Wahl des Oberbürgermeisters auf unserem "Lichtstadt.Netz". Die Homepage von "Stadtrat Live" findet man DORT.

RE- POP SUNDAY* - Das Programm am 22.04.2012

Vorbemerkung: Die Jugendfunk-Redaktion des Bayerischen Rundfunks / BR griff in den frühen 1970er-Jahren den Trend der linkskritischen, "alternativen" Literaturszene in der BRD auf und lud junge, unbekannte Autoren zum "Pop Sunday" ein, einer mit damals avantgardistischer Rockmusik produzierten Sendereihe am Sonntag.

"Pop Sunday" ging auf die Idee des Jugendfunk-Chefs Walter Schricker zurück, der Ende der 1960er Jahre den Autor und Rundfunksprecher Gert Heidenreich bat, auf der damals neu entstandenen Welle Bayern 3 eine Stunde des Sonntagvormittags zu gestalten.

Zum Konzept gehörte, dass jeder Autor unangemeldet zu den Redaktionssitzungen kommen durfte und sein Werk vorlas. Jeder Anwesende besaß volles Stimmrecht, ob aus diesem Textvorschlag eine Sendung werden sollte oder nicht.

"Pop Sunday" verstand sich als Gegenbewegung gegen den Kulturbetrieb, schöpfte viele Autoren aus der alternativen Literaturszene ab und war Keimzelle zahlreicher Künstlerkarrieren. Mitte der 1980er-Jahre wurde der "Pop Sunday" dann zugunsten anderer Abendsendungen von Bayern 3 eingestellt.


"RE - POP SUNDAY*" - Die neuen Ausgaben von und mit Lutz Mühlfriedel

Vor exakt einem Vierteljahr, am 22. Januar 2012, begann der "Pop Sunday" von Neuem. Einmal (meist am letzten Sonntag) im Monat sendet ZONO RADIO JENA zwei Stunden "Re - Pop Sunday*" von und mit Dr. Lutz Mühlfriedel (50 / siehe Foto links) aus Schöten bei Jena. Mühlfriedel machte sich über die letzten zehn Jahre eine Namen mit seiner Sendung "Radio Speziale*", die er am Jahresende 2011 beendet hat um sich ganz dem "Re - Pop Sunday*" zu widmen. ZONO RADIO JENA wiederholt jedoch im Rahmen seines Programmes die alten Folgen von "Radio Speziale*" noch einmal; die jeweiligen Sendezeiten entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Programm auf dieser Internetseite.

"RE - POP|SUNDAY*" - Die Ausgabe "April 2012"
von und mit Lutz Mühlfriedel
"Elias Canetti:
Der Namenlecker & andere Charakter"


"Auf den ersten Blick findet man Bekannte, aber auf den zweiten findet man sich. Wer sich nur feierlich sehen kann, mag sich darüber ärgern. Aber zum Glück gibt es viele, denen die Wahrheit über ihre Selbstzufriedenheit geht. Eine einfache Wahrheit ist es nicht, denn man wird sich in mehreren dieser Charaktere erkennen. Es war ihrem Verfasser beim Schreiben nicht ein einziges Mal bewusst, dass er an sich selbst dachte. Aber als er das Buch mit den 50 Charakteren zusammenstellte - aus einer viel größeren Zahl, die er geschrieben hatte -, erkannte er sich staunend in zwanzig von ihnen. Das mag beschämend sein, es ist auch erheiternd. So reich ist man zusammengesetzt, und so sähe man jeweils aus, wenn ein einziges der Elemente, aus denen man besteht, konsequent auf die Spitze getrieben würde.." (Elias Canetti aus "Der Ohrenzeuge": Deutsche Grammophon 2001)

Der Literaturnobelpreisträger Elias Canetti (* 25.07.1905 in Russe/Bulgarien; † 14.08.1994 in Zürich) hat sich Zeit seines Lebens mit der Psychologie der Massen und den Rollen einzelner Menschentypen beschäftigt. 1974 veröffentlichte er die Sammlung Der Ohrenzeuge, in der er fünfzig Charaktere skizziert hat. Die grotesken Überzeichnungen von Canetti treffen unsere heutige Lebenswelt sehr genau. Canetti spricht im Zusammenhang der fünfzig Charaktere von "akustischen Masken". Denn die Identität des Menschen wird bestimmt aus seinem Sprachverhalten. "Die Welt wimmelt von Charakteren, man braucht sie nur zu erfinden, um sie zu sehen."

In "Der Ohrenzeuge. Fünfzig Charaktere" (1983) benutzt Canetti seine große Menschenkenntnis dazu, bestimmte Charaktere auf amüsante, leichtfüßig satirische Weise zu beschreiben. Diese Charaktere besitzen alle eine merkwürdige Eigenschaft, einen Tick, wie man früher gesagt hätte, eine Marotte. Diese Marotte mag das Leben dieser Menschen teilweise oder auch ganz bestimmen. Canetti nimmt mit seiner Beschreibung eine Methode auf, die bereits auf den antiken griechischen Philosophen Theophrast zurückgeht.

(Nach dem Klappentext einer Taschenbuchausgabe und Informationen der Zentralbibliothek Zürich. Nachlass Elias Canetti.)


Re-Pop|Sunday* Nachschlag:

"Naherholungsräume"



Zu empfangen ist all das wie immer in Ostthüringen über UKW 103,4 MHz bzw. 107,9 Mhz im Kabelnetz oder auch zeitgleich im Internet bei ZONO RADIO JENA über den RADIO OKJ Link unseres Webplayers (klick!).

RADIO JENA - Das Programm am 15.04.2012

KLAUS SCHULZES ELEKTRONISCHES LEBEN (Teil 4)

Nach den ersten drei Teilen, die wir zwischen Januar und März 2012 ausgestrahlt haben, folgt heute Teil 4 der Chronologie des Werks von Klaus Schulze, das bei uns erstmals komplett im Radio zu hören ist. Zu hören sind bis 24.00 Uhr insgesamt zehn verschiedene Kompositionen.

Wir starten mit Klaus Schulzes Studioalbum "Picture Music", das im Herbst 1974 aufgenommen wurde und im Januar 1975 erschien. Nach dem, für viele Musikfans schwer verdaulichem, Vorgänger "Blackdance" schuf er hier zwei seiner besten Frühwerke. Während auf "Totem" ein monotones Filter-Stakkato den Rhythmus bestimmt und die Solostimme auf einem ARP Synthesizer gespielt wird, greift Schulze beim zweiten Song "Mental Door" beherzt zum Schlagzeug und gibt seinem Synthesizerspiel den nötigen Rhythmus.

Gelobt wurden Mitte der 1970er Jahre von Kritik wie Fans vor allem die abwechslungsreichen Soundbilder (eben: "Picture Music"), die Klaus Schulze schuf. Sie sind auch auf den Titeln zu hören, die heute nach "Picture Music" folgen und allesamt im Frühjahr 1975 entstanden sind. Diese Zeit gilt in der Karriere von Klaus Schulze als Zeit des Umbruchs, vor allem deshalb, weil "Picture Music" das letzte Album war, bei dem er noch keinen Sequenzer einsetzte. Der Titel "C'est pas la même chose" ist übrigens eine alternative Version von "Totem".

Mit dem Einsatz von Sequenzern änderte sich dann nahezu alles im Leben von Klaus Schulze. Sein im Frühjahr 1975 im Heimstudio aufgenommenes Album "Timewind" (das im Juni 1975 im Tonstudio Panne & Paulsen in Frankfurt am Main von Eberhard Panne einen letzten genialen Feinschliff erfuhr) erschien im August 1975 (übrigens nur wenige Tage bevor Pink Floyd ihr "Wish You Were Here"-Album auf den Markt brachten), wurde mit dem "Deuschen Schallplattenpreis" ausgezeichnet und erhielt den französischen "Grand Prix International" der Schallplattenindustrie. Es ist heute gegen Ende der Sendezeit zu hören.

Vor allem beim ersten Song von "Timewind" steht der Synthanorma Sequenzer im Vordergrund des Liedaufbaus. Beide Titel des Albums weisen bereits in ihrer Wortwahl auf Schulzes Verehrung der Musik und des Gesamtwerkes von Richard Wagner († 1883) hin: das "Haus Wahnfried", Wagners künstlerisches Refugium, steht in Bayreuth. Wagner selbst dichtete hierzu: "Hier wo mein Wähnen Frieden fand - Wahnfried - sei dieses Haus von mir benannt."


20.00 Uhr: "KLAUS SCHULZES ELEKTRONISCHES LEBEN - Teil 4" - Die Trackingliste (Zeitangabe = in Minuten / Albumtitel in Anführungsstrichen)

01 - "Picture Music": Totem (23:45)
02 - "Picture Music": Mental Door (23:00)
03 - Alles ist gut = a) I Scent The Morning Air * / b) Le roi s'amuse * /
c) The Rest Is Silence * (36:19) * = Liveaufnahme aus dem Jahre 1975
04 - Well Roared, Lion! (09:21) * = Liveaufnahme aus dem Jahre 1975
05 - C'est pas la même chose (33:00)
06 - Der Blaue Glaube = a) La vida es sueno (08:04)
07 - Der Blaue Glaube = b) Tant de bruit pour une omlette (23:35)
08 - La présence d'esprit (17:35)
09 - "Timewind": Bayreuth Return (30:25)
10 - "Timewind": Wahnfried 1883 (28:37)

Abbildungen © Infomaterial der Plattenfirma "Brain/Metronome"

RADIO JENA - Das Programm am 08.04.2012

"The same procedure as every year..."
Die drei monotheistischen Weltreligionen und das Osterfest

...unter diesem Titel hielt ein Mann namens Michael Oberle im Februar des Jahres 2000 nach Chrsti Geburt einen Vortrag im damaligen "Afro-Center" in Jena und RADIO JENA zeichnete diesen auf. Zum Osterfest 2000 sendeten wir ihn zum ersten Mal und daraus wurde eine gute Tradition, so dass wie Ihnen auch 2012 am Ostersonntag um 19.00 Uhr diesen Vortrag (nun zum 13. Mal) präsenstieren können und er hat in all den Jahren nichts, aber auch gar nichts, an seiner Aktualität verloren.

Darauf folgt "The same procedure as every year..." natürlich "Suppe'rs Ready" von Genesis, dieses Mal in der Studio-Version des Albums "Foxtrott" mit Peter Gabriel am Mikrofon (links als "The Flower" bei der Live-Performance von "Suppers Ready"). Die einzelnen Teile von "Supper's ready" lauten:
a) Lover’s Leap / b) The Guaranteed Eternal Sanctuary Man / c) Ikhnaton and Itsacon and Their Band of Merry Men / d) How Dare I Be So Beautiful? / e) Willow Farm / f) Apocalypse in 9/8 (...Co-Starring the Delicious Talents of Gabble Ratchet) / g) As Sure as Eggs is Eggs (Aching Men's Feet).

Danach gibt es bis 24.00 Uhr noch einmal die "Sounds vom Synthesizer Reloaded"- Sondersendung vom vergangenen Sonntag zum "Album of The Year 2012" von und mit Rainer Sauer und Interviews mit Bernd Kistenmacher, Thomas Brück (von "The Voyager Project") und Stephan Otten (von "Sankt Otten" / siehe Foto oben auf der rechten Seite).

Was man sich zu Ostern Schöneres wünschen kann? Wie glauben: Nichts! ... aber das ich natürlich nicht ganz richtig. Denn bis heute Abend 24.00 Uhr läuft noch unser Gewinnspiel zur Sondersendung.
Bernd Kistenmacher spendiert den Hörern ein "Antimatter"-T.Shirt und eine exklusive (und auf ein einziges Stück limitierte) CD-Box mit der Album-Trilogie "Celestial Movements"/"Beyond The Deep"/"Antimatter", handsigniert und mit einem Glückwunsch an den Gewinner versehen, Thomas Brück spendiert zwei T-Shirts von "The Voyager Project", die es noch gar nicht zu kaufen gibt, da sie erst Mitte April 2012 in den Handel kommen, und Stephan Otten lässt zwei Karten für das morgige "Sankt Otten"-Konzert in Berlin (Termine siehe unten) verlosen. Mitmachen und gewinnen kann jeder Hörer; die E-Mailadressen, unter der man eine Mail schicken kann, lauten: svs @ zono.de bzw. svs2012 @ zono.de. Wer zuerst mailt, der wird gewinnen!

Hier noch die Termine der "Sankt Otten"-Frühjahrs Tour 2012:

08. April 2012 = OSNABRÜCK (Big Buttinsky)
09. April 2012 = BERLIN (SchokoLaden)
10. April 2012 = LEIPZIG (Bandhaus)
11. April 2012 = DRESDEN (AZ Conni)
12. April 2012 = KARLSRUHE (Jubez)

ZONO RADIO JENA - Das Programm am 01.04.2012 ab 19.00 Uhr: "SOUNDS VOM SYNTHESIZER RELOADED" SONDERSENDUNG

Wichtiger Hinweis: Aufgrund technischer Probleme bei der Internetübertragung kann es am heutigen Abend bis etwa 20.15 Uhr zu kurzzeitigern Sendeausfällen kommen. Die Übertragung auf UKW und im Kabelnetz Ostthüringen ist hiervon nicht betroffen!

Im Februar und März 2012 suchte "Sounds vom Synthesizer" das Elektromusik-"ALBUM OF THE YEAR 2012". Genannt waren zehn Alben, die zwischen Februar 2011 und Februar 2012 erschienen sind. Die Vorauswahl oblag "SvS"-Moderator Rainer Sauer. Aus diesen zehn Alben trafen insgesamt 218 Hörerinnen und Hörer ihre Wahl und zwar wie folgt...

Platz 01 mit 64 Stimmen = "Antimatter" von BERND KISTENMACHER
Platz 02 mit 47 Stimmen = "Gottes Synthesizer" von SANKT OTTEN
Platz 03 mit 31 Stimmen = "Evolution" von THE VOYAGER PROJECT
Platz 04 mit 19 Stimmen = "Drums Between the Bells" von BRIAN ENO
Platz 05 mit 17 Stimmen = "Modern Ruin" von COVENANT
Platz 06 mit 12 Stimmen = "The Virgin Years: 1974-1978" von TANGERINE DREAM
Platz 07 mit 11 Stimmen = "Big in Japan - Live Tokyo 2010" von KLAUS SCHULZE
Platz 08 mit 09 Stimmen = "Macro" von THE VOYAGER PROJECT
Platz 09 mit 05 Stimmen = "La Vie Electronique Vol. 10" von KLAUS SCHULZE
Platz 10 mit 03 Stimmen = "The Endless Season" von TANGERINE DREAM

Am 11. März 2012 veröffentlichet ZONO Radio Jena in einer "SvS Reloaded"-Sendung das Ergebnis. Diese Sendung wird heute ab 19.00 Uhr wiederholt.

In der heutigen Sondersendung geht es ab 20.00 Uhr allein um die drei Top-Alben des Jahres 2012. Den Anfang macht "Antimatter" von und mit Bernd Kistenmacher (siehe Foto oben). Rainer Sauer traf ihn vergangene Woche auf der Frankfurter Musikmesse und führte ein längeres Interview mit dem Berliner Musiker und Komponisten in dessen Verlauf immer mehr Fans und Elektromusik-Interessenten stehenblieben und zuhörten, was Bernd so zu erzählen hatte. Und was war so einiges: weshalb er seine Karriere für einige Jahre unterbrach, wie ihn Frank Schätzings "Der Schwarm" faszinierte und was dies mit "Beyond The Deep" zu tun hat oder wie er mit derm CERN zusammenarbeitete, um sein Konzeptalbum "Antimatter" auf den Weg zu bringen.

Aus dem Album gibt es fast 50 Minuten Musik zu hören, die Bernd Kistenmacher immer wieder kommentiert und erklärt. Außerdem gibt er Auskunft zu seiner Karriere und den Vorgängeralben zum Album des Jahres und zwar "Celestial Movements" und "Beyond The Deep".

Gegen 21.35 Uhr folgt dann ein Interview mit Thomas Brück (Foto links unten) von "The Voyager Project" aus Köln. Dessen Album "Evolution" wurde von den "Sounds vom Synthesizer"-Hörerinnen und -Hörern auf Platz 3 gewählt. Thomas erzählt darin von seiner Zeit als Betreiber und Toningenieur eines großen Tonstudios in Köln, im dem lokale und nationale Größen (z. B. die "Bläck Föös") ihre Alben aufnahmen bis hin zum aktuellen Musikprojekt, mit dem er im letzten Jahr drei Alben veröffentlichte ("Macro", "Live in Essen" und "Dance Tracks") bevor in diesem Jahr "Evolution" erschien. Aus "Evolution" sind im Laufe der Sendung etwa 40 Minuten an Musik zu hören.

Gegen 22.45 Uhr widmet sich Rainer Sauer dann ganz der Synthiband "Sankt Otten" (Foto unten) aus Osnabrück. Deren Album "Gottes Synthesizer" verpasste zwar den Sieg beim "Album des Jahres", trotzdem zeigte sich Stephan Otten stolz über den zweiten Platz. Im Interview mit dem Moderator erzählt er über die Musik der vergangenen Jahre, erklärt den Namen der Band und berichtet, weshalb man inzwischen nur noch Instrumentalmusik spielt. Auch die kommende Tour (siehe unten) lässt er nicht unerwähnt und er verrät Rainer Sauer auch noch ein paar andere Geheimnisse. So wird in knapp acht Wochen das neue Album von "Sankt Otten" erscheinen mit dem Titel "Sequencer Liebe".

Auch heute Abend können aufgewecke Fans wieder etwas gewinnen. Bernd Kistenmacher spendiert ihnen eine exklusive (und auf ein einziges Stück limitierte) CD-Box mit der Album-Trilogie "Celestial Movements"/"Beyond The Deep"/"Antimatter", handsigniert und mit einem Glückwunsch an den Gewinner versehen, Thomas Brück spendiert ein T-Shirt von "The Voyager Project", das es noch gar nicht zu kaufen gibt, da es erst Mitte April 2012 in den Handel kommt, und Stephan Otten lässt zwei Karten für das "Sankt Otten"-Konzert in Berlin am 9. April 2012 (= Ostermontag) verlosen. Mitmachen und gewinnen kann jeder Hörer; die E-Mailadresse, unter der man eine Mail schicken kann, lautet: svs @ zono.de. Wer zuerst mailt, der wird gewinnen.

Hier noch die Termine der "Sankt Otten"-Frühjahrs Tour 2012:

08. April 2012 = OSNABRÜCK (Big Buttinsky)
09. April 2012 = BERLIN (SchokoLaden)
10. April 2012 = LEIPZIG (Bandhaus)
11. April 2012 = DRESDEN (AZ Conni)
12. April 2012 = KARLSRUHE (Jubez)